Benzingespräche

Alte Autos und neue Kurven

Auftakt der Oldtimer-Fahrertrainings speziell für den Oldie-Nachwuchs

Zusammen mit Kooperationspartnern bietet die Mannheimer Versicherung im Namen ihrer Marke BELMOT spezielle Oldtimer-Fahrertrainings an – besonders für den Oldie-Nachwuchs. Die erste Veranstaltung ihrer Art bot im Mai prompt jede Menge Potenzial für junge Fahrer, die alte Fahrzeugtechnik hautnah zu erleben.

Tollkühne Kerle in schleudernden Kisten: Das erste spezielle Fahrertraining für Oldie-Nachwuchsfahrer von Belmot und dem ASC bot jede Menge Spaß und Lernpotenzial. (Bild: Thommy Mardo)

Er kann verdammt klein sein, der Bereich zwischen „Da geht noch was an Tempo“ und „Jetzt ist er weg – das Lenkrad ist doch kein Haltegriff “. Sowohl die Kommentare von Instrukteur Sven Schöninger aus Sachsen, als auch die fahrzeug-physikalischen Erfahrungen werden Ralf Stumpfernagel wohl noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Sammeln durfte die der Markenmanager der Mannheimer Versicherung AG, beim ersten von deren Oldtimer-Tochter Belmot und dem Allgemeinen Schnauferl-Club e.V. (ASC) veranstalteten Fahrsicherheitstraining für Oldtimer. Und nicht nur er.

Insgesamt 14 Teilnehmer mit sieben automobilen Klassikern trafen sich am 15. Mai im Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring (FSZN). Darunter auch sieben Vertreter der Kategorie „junge Leute“ bzw. „Oldienachwuchs“. Schließlich war das Training auch die Auftaktveranstaltung der Reihe „Next Generation Drivers“ , einer Aktion, mit der Belmot und ASC junge Menschen an das Thema „Oldtimer“ heranführen möchten sowie die Begeisterung für dieses wecken und verstärken wollen.



Eifel im Sommer: Alles bis auf Schnee

Ziel der Übung: Nicht nur die alten Hasen sollten sehen, wie sich ein richtig altes Auto im Grenzbereich verhält. Allen voran die, die moderne Fahrzeuge mit allerlei Fahrerassistenzsystemen gewohnt sind, sollten am eigenen Leib erfahren dürfen, was es heißt, ein altes Auto an die Grenzen der Fahrphysik zu bringen. Motto: Alte Technik nicht nur bestaunen, sondern sprichwörtlich erleben.



Genau dafür boten die Eifel mit ihrem bekannten Wetterpotenzial und das FSZN beste Voraussetzungen. „Auf gut Deutsch: Bis auf Schnee war alles dabei!“, resümiert Belmot-Mann Stumpfernagel. Und so kam es, dass es an Wasser, besonders auf dem Handling-Parcour, nicht mangelte. „Am Anfang hatte ich gewaltig Respekt, aber ich habe gespürt und schnell gelernt, wann sich der alte Wagen wie verhält“, berichtet Nick Neises. Das, was der 21-Jährige respektvoll mit „alter Wagen“ umschreibt, ist ein stattlicher Chrysler CM Six Sedan von 1931.

Mit 17 schon im Oldie unterwegs

Den hatte Nicks ehemaliger Lehrmeister Robert Schramm mitgebracht. Zusammen mit Schramms 17-jährigen Sohn Laurenz durfte der gelernte Kfz-Mechatroniker den US-Amerikaner auf dessen Driftqualitäten hin austesten.



„Ein Ausbrechen kündigte sich sehr sanft an, da konnte man stets früh genug reagieren“, kommentiert der Meisterschüler das Fahrverhalten des 90 Jahre alten Oldies. Auch Mitdrifter Laurenz Schramm ist überzeugt, viel in Sachen Oldtimer und Grenzbereich gelernt zu haben. „Ich war einfach neugierig diese Grenzen spüren zu dürfen, ohne ein Risiko dabei einzugehen“, erzählt der Jungautofahrer nicht ohne Stolz.

„Ich hatte zugegeben anfangs ein bisschen Angst, aber dann hat es einfach nur noch Spaß gemacht. Ich konnte es immer kaum erwarten, wieder an der Reihe zu sein“, berichtet Anna Stadter immer noch begeistert. Ihr Vater hatte die 19-jährige zusammen mit seinem Mercedes /8 mit zu dem Training genommen.



Vor Letzterem hatte sie gehörig Respekt, schließlich ist ihr eigenes Auto ein Automatik, der alte Benz ein Schalter. Mit gerade mal zwei Jahren Führerschein hat sie bislang nur wenig Erfahrung in Sachen Kupplung und Schalthebel gesammelt. Doch alles klappte wieder Erwarten erstaunlich gut, resümiert Anna. Ob sie sich vorstellen kann eines Tages selbst einen Oldie ihr Eigen zu nennen? Ja, darüber habe sie tatsächlich schon nachgedacht.

Weitere Informationen zum Fahrsicherheitstraining von Belmot für Oldtimer finden Sie hier.

 

Ein Artikel von Steffen Dominsky, Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group

Mit freundlicher Veröffentlichungsgenehmigung. Der Artikel erschien am 23.07.2021 auf Fahrzeug + Karosserie. 

Bilder: Thommy Mardo | thommy-mardo.de

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