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Benzingespräche

Der Mann, der durchs Feuer geht

Erich Bitter zu Gast bei Glasurit

Der berühmte Erich Bitter sprach als Gast bei Glasurit über Stationen seines Lebens.

Foto: Mannheimer Versicherung AG

Seit einiger Zeit macht sich der Lackhersteller Glasurit für den Werterhalt von historischen Fahrzeugen stark. Über die gesamte Firmengeschichte, 130 Jahre lang, wurden bei Glasurit Autofarbtöne archiviert. Daraus ist die größte Farbtondatenbank der Welt mit über 250.000 Originalfarbtönen und mehr als 650.000 Mischformeln entstanden, die „Classic Car Colors“. Diese stellt historische Farbtöne in den Fokus. Jürgen Book, Leiter der Glasurit Classic Cars, versteht es immer wieder, namhafte Gäste nach Münster in das Stammwerk einzuladen.

Auch für Fahrzeuge des Opel Veredlers Bitter wird man im Lackarchiv fündig. So verwundert es nicht, dass Erich Bitter im August persönlich bei Glasurit zu Gast war. In gewohnt schlichter und zurückhaltender Art des alternden Gentlemans berichtete der 1933 in Schwelm geborene Erich Bitter über Stationen seines Lebens. BELMOT ist regelmäßig zu Gast bei Glasurit und konnte auch an diesem Tag dabei sein. Wir haben kurzerhand eine von Erich Bitters Geschichten auf Video gebannt.

Erich Bitters langes Schaffen reicht von der Zeit 1979-1986 als Bitter SC und Bitter Diplomat CD gefertigt wurden, bis hin zu den aktuelleren Modellen aus den 2000er Jahren. Wer wusste, dass Bitter ein Mann ist, der für seine Überzeugung auch Öl ins Feuer gießt?

Als Rennfahrer war Bitter in seiner aktiven Zeit immer die Brandgefahr der Fahrzeuge ein Dorn im Auge, so dass er nach Abhilfe Ausschau hielt. Er fand sie in Form eines feuerfesten Stoffes des Herstellers Du Pont. So überlegte er kurzerhand, dass es möglich sein müsste, einen Rennfahrer-Overall aus eben diesem Stoff herzustellen. Dieser müsste zumindest für die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsteams einen Schutz gegen Hitze und Flammen darstellen. Somit sollten die tödlichen Rennunfälle verringert werden.

Überzeugt von der Idee, ließ er den Overall anfertigen und startete sein Experiment. Geschützt durch den Overall stieg höchstpersönlich in die Schüssel aus Öl-Benzin Gemisch, um sich dann entsprechend anzünden zu lassen. Die mutige Tat hatte Erfolg und die aus Du Pont Stoff hergestellten Overalls fanden nicht nur Verbreitung, sie retteten wie prophezeit auch Leben. Kein geringer als Niki Lauda trug diesen Anzug am 01.08.1976 bei seinem Unfall auf dem Nürburgring. Ohne Anzug hätte er wohl nicht überlebt.

Hier noch ein Video… (Anmerkung: Es handelt sich um ein Fremdvideo. Auf die Rechtschreibung hat BELMOT keinen Einfluss)

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