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AUTO BILD KLASSIK setzt beim HVO-Dauertestwagen Citroën XM auf die Begleitung durch BELMOT

AUTO BILD KLASSIK startet einen Dauertest mit einem 1990er Citroën XM, der ausschließlich mit nachhaltigem HVO-Kraftstoff betrieben wird. BELMOT unterstützt das Projekt mit beitragsfreier Versicherung und begleitet die Entwicklung alternativer Kraftstoffe für klassische Fahrzeuge aufmerksam.

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Ralf

03.07.2024


In Kürze: Nachhaltige Kraftstoffe für Klassiker

HVO (aus Pflanzenabfällen) und E-Fuels (synthetisch) sind zukunftsfähige, nahezu CO2-neutrale Kraftstoffe für Old- und Youngtimer.

Wichtig vor Umstellung auf HVO:

  1. Herstellerfreigabe prüfen (Handbuch / Tankklappe "XTL").

  2. Kraftstoffleitungen (Gummiteile) auf Zustand prüfen und ggf. austauschen.

 

Im Detail


Nachhaltige Kraftstoffe für klassische Fahrzeuge: HVO und E-Fuels

HVO (Hydrotreated Vegetable Oils) sind hydrierte Pflanzenöle und gewinnen als nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Dieselkraftstoff zunehmend an Bedeutung und Beliebtheit.

Sie werden aus pflanzlichen Abfällen hergestellt und gehören zu den paraffinischen Kraftstoffen. Im Gegensatz dazu werden E-Fuels synthetisch aus erneuerbarem Strom erzeugt.

Beide Kraftstoffarten bieten vielversprechende Ansätze, um die Mobilität von Old- und Youngtimern umweltfreundlicher zu gestalten und gleichzeitig die Nutzung historischer Fahrzeuge auch in Zukunft zu ermöglichen.

 

BELMOT begleitet AUTO BILD KLASSIK-Dauertest mit HVO-betriebenem Citroën XM

Im Rahmen eines Pilotprojekts testet die AUTO BILD KLASSIK einen Citroën XM 2,1-Liter Turbodiesel aus dem Jahr 1990, der ausschließlich mit HVO-Kraftstoff von FuelMotion betrieben wird.

BELMOT unterstützt das Vorhaben mit einer beitragsfreien Allgefahren-Versicherung, die über eine klassische Vollkaskoversicherung hinausgeht. Diese Premium-Deckung schützt unter anderem vor Motorschäden, Bruch- und Getriebeschäden – wichtige Absicherungen für den Erhalt und die Nutzung klassischer Fahrzeuge.

Mit dem Einsatz von HVO und E-Fuels wird eine nahezu CO2-neutrale Nutzung von Old- und Youngtimern bereits heute möglich. 

 

Auf was ist vor der Umstellung auf HVO zu achten?

1. Nicht jeder Fahrzeughersteller gestattet die Nutzung von HVO. Um sicherzugehen, ob Ihr Auto dafür geeignet ist, lohnt sich ein Blick ins Handbuch.

2. Manchmal finden Sie auch Hinweise auf die zugelassenen Kraftstoffe an der Tankklappe – dort wird HVO oft als „XTL“ ausgewiesen. Falls keine Informationen vorhanden sind, empfiehlt es sich, direkt beim Hersteller oder Händler nachzufragen.

3. Ein weiterer wichtiger Punkt vor dem Umstieg auf HVO ist der Zustand der Kraftstoffleitungen, Schläuche und Dichtungen aus Gummi im System. Im herkömmlichen Diesel sorgen Aromaten dafür, dass diese Bauteile geschmeidig bleiben und dicht schließen.

4. Da HVO keine Aromaten enthält, können poröse oder nur noch knapp dichte Gummischläuche nach dem Wechsel auf HVO undicht werden. Dieses Risiko besteht allerdings ausschließlich bei Gummiteilen – und verschlissene Leitungen wären auch im Dieselbetrieb nicht dauerhaft zuverlässig.

4. Eine gründliche Kontrolle und gegebenenfalls der Austausch der Kraftstoffleitungen (oft kostengünstige Meterware) vor der ersten Betankung mit HVO minimiert das Risiko. So ist auch bei älteren Dieselmotoren ein sicherer Betrieb mit HVO möglich.
 

Bevor Sie Ihr Fahrzeug mit HVO betanken, müssen Sie unbedingt prüfen, ob der Hersteller die Nutzung freigibt (oft an der Tankklappe als "XTL" vermerkt oder im Handbuch nachzulesen), und den Zustand der Kraftstoffleitungen sowie Gummidichtungen und -schläuche kontrollieren und bei Bedarf austauschen, da HVO keine aromatenhaltigen Bestandteile enthält, die diese geschmeidig halten.